Artentafel – Thorichthys meeki

November 29th, 2010

Lebensraum:

Feuermaulbuntbarsche kommen in weiten Teilen der Halbinsel Yucatan vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südmexiko über Belizé bis nach Guatemala. In diesen Gebieten bewohnen sie die unterschiedlichsten Gebiete. So findet man die Art in verschiedenen Flüssen über sandigen oder schlammbedeckten Untergründen. Häufig trifft man die Art in den ruhigen Uferbereichen an, die oft aus einem Gewirr von Wasserpflanzen durchzogen sind.
Desweiteren gibt es im Verbreitungsgebiet große Seen/Lagunen, die teilweise auch Brackwasseranbindung erhalten, in denen die Art zu finden ist. Die Gewässer unterscheiden sich also teilweise erheblich voneinander. Egal ob durch Sediment getrübt oder glasklar.
Die Wasserwerte können hier auch extrem voneinander abweichen. Sie reichen von leicht sauer und weich bis hin zu sehr alkalisch und sehr hart.
Die Struktur unter Wasser ist größtenteils durch eine karge Steinlandschaft geprägt. Ins Wasser gestürzte Bäume und Laub bilden zusätzlich Deckung für diese Fischart.

Ernährung:

Thorichthys meeki ist ein Allesfresser. Die Hauptnahrung besteht aber aus fleischlicher Kost. Diese wird, wie bei den südamerikanischen Erdfressern, beim Durchkauen des Bodengrundes gefunden. Kleinkrebse, Wasserinsekten und Garnelenlarven bilden dabei die Hauptnahrung. Desweiteren wird durch diese Art der Ernährung auch pflanzliche Nahrung aufgenommen. Desweiteren steht auch die Brut und Jungfische von anderen Arten auf dem Speiseplan. Größtenteils ist dies die Nachkommenschaft von Lebendgebärenden Zahnkarpfen.

Verhalten:

Die Art zählt zu den wenig aggressiven Buntbarschen aus Mittelamerika und ist wenig durchsetzungsstark gegen andere Cichliden. Jungtiere und adulte Weibchen außerhalb der Laichzeit bilden häufig Schulen die durchs Wasser ziehen auf der Suche nach Nahrung.
Das besondere an der Gattung Thorichthys ist der absenkbare Mundboden. Dieser bei den meisten Arten rote bzw. orange Teil des Schädels, bildet mit den Kiemen ,einen von vorne betrachtet, viel größeren Fisch. Diese Drohgebärde ist häufig schon die höchste Form von Aggression die es bei Revierstreitigkeiten oder bei der Paarung gibt. Ernsthafter Auseinandersetzungen sind selten. Trotzdem weiß sich die Art bei der Brutpflege gegen andere Fische zu behaupten, solange diese genug Fluchtmöglichkeiten haben und es nicht zwangsläufig aufgrund der Enge des Beckens zu Kämpfen kommen muss.
In Bezug auf das Fortpflanzungsverhalten ist die Art Offenbrüter mit Elternfamilie. Die Gelege können 500-600 Eier umfassen. Die Zucht gestaltet sich als leicht, sofern es ein harmonisierendes Pärchen ist und das Brutpflegeverhalten durch extensive Zucht nicht verloren gegangen ist. (Paar muss sich aus einer Jungfischgruppe selber finden!)

Haltung im Aquarium:

Die Haltung gestaltet sich relativ einfach solange man ein ausreichend größes Becken zur Verfügung hat. Ein Aquarium mit 100cm Kantenlänge ist hier das Minimum für ein Paar. Bei einer Gruppenhaltung sollte man mit 150cm rechnen und einer Literzahl ab ca. 300 Liter.
Das Becken sollte dabei mit Sand als Bodengrund ausgestattet sein. Desweiteren sollte das Becken reich mit Steinen und Wurzeln strukturiert sein. Eine Bepflanzung ist möglich. Es kann jedoch während der Laichzeit dazu kommen, dass Pflanzen bei der Burtpflege ausgegraben werden. Das Wühlverhalten der Art ist individuell ausgeprägt. Eine Abschattung des Beckens ist von Vorteil, da die Art relativ sensibel und schreckhaft ist.
Die Wasserwerte sollten am besten zwischen Ph 7-7,5 und bei mittlerer Härte liegen. Die Wassertemperatur sollte zur Pflege 24-26°C betragen und kann zur Laichzeit darüber steigen. Insgesamt ist die Art sehr variabel. Sie toleriert Ph Werte zwischen 6 und 8 und kann auch in sehr hartem Wasser überleben.

Vergesellschaftung:

Ein Gesellschaftsbecken mit Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Platy, Schwertträger) ist eine gute Möglichkeit die oberen Wasserschichten zu beleben. In großen Becken können auch andere mittelamerikanischen Buntbarscharten vergesellschaftet werden. Hierbei sollte man aber keine sehr aggressiven Arten wählen.

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Besuch im „MegaZoo”

März 2nd, 2010

03Der Megazoo in Hamburg Bergedorf bietet mit seinen 2800 m² eine reichhaltige Auswahl an verschiedensten Produkten rund ums Haustier. So gibt es Futter und Zubehör in riesiger Menge und in allen Variationen. Neben den Produkten für das Tier, gibt es dieselben eben auch in großen Mengen.

So oder so ähnlich waren meine Erwartungen am letzten Samstag als ich diesen Zoofachhandel besuchte. Die Recherche im Internet machte Lust auf mehr. Die erste Enttäuschung für mich war die Mail-Anfrage. Sie wurde zwar schnell und sehr gut beantwortet, jedoch waren meine anscheinend speziellen Wünsche an das Zierfischangebot etwas hoch. Egal, der Besuch sollte stattfinden und nicht hier schon enden.

Im Geschäft angekommen, erwarten einen im Eingangsbereich drei große Aquarien, wovon eines suboptimal besetzt war. Die Vergesellschaftung von Asiatischen Karpfenartigen mit Buntbarschen aus dem Tanganjika See soll also dem Neuaquarianer zeigen, dass Fehler möglich und machbar sind! Kleinigkeit… aber meiner Meinung nach unnötig, brüstet man sich doch mit „Zoofeeling“ und Kompetenz! Der zweite Punkt der mir schon im Eingangsbereich sauer aufstößt: Ein großer Teich, sehr schön angelegt, tolle Kois und ein Stör als Besatz! – bis hierher ganz schön, wenn die ganzen Münzen im Wasser nicht wären! Giftig für die Fische und kein schöner Anblick!

01Weiter zur Aquarienanlage. Hier gibt es das absolute Standartsortiment… Besonderheiten in den, im Vergleich zur Geschäftsgröße, sehr kleinen Bereich mit Süßwasserfischen, gab es wenige. Einziges Highlight waren wohl die paar Diskus von Stendker. Die Preise der meisten Fische waren im oberen Durchschnitt anzusiedeln. Was beim Zubehör für die Aquaristik auch so aussah. Ein großes Manko waren hier die hohen Preise für Einrichtungsgegenstände im Bereich Holz. Da gibt es anderswo eine weitaus größere Auswahl und bessere Konditionen. Die Wasserpflanzen waren in einem schlechten Zustand und die Auswahl eher spärlich als für 2800m² Verkaufsfläche angemessen. Vergesellschaftungsfehler sollen in den Verkaufaquarien mal nachgesehen werden, obwohl es auch einige Anstöße bei mir gab. Das Personal war soweit ich das erkennen konnte aufgeschlossen, hilfsbereit und zuvorkommend.

Wirklich positiv anzumerken, war das große Schauaquarium besetzt mit Südamerikanischen Großcichliden der Gattung Chichla, Süßwasserrochen, Scheibensalmlern, einem Rotflossen Antennenwels und mehren großen mir unbekannten Welsen. Hier hab es eine Sitzecke, die wirklich zum Verweilen einlud!

02Als Fazit zur Süßwasserabteilung des „Megazoo“  kann man sagen, dass es sich für Einsteiger lohnen mag und das Angebot ausreichend ist. Für Fortgeschrittene mag es auch die ein oder andere Filetscheibe geben. Aber die Erwartungen an den Umfang des Angebots unterscheidet sich nicht sonderlich von kleineren Zoohandlungen. Also preislich wie inhaltlich ist der Besuch kaum eine Reise wert.

Bedanken möchte ich mich an der Stelle bei meinem Schwiegerpapa und meiner Schwiegermama, die meiner Suche nach aquaristischen Erlebnissen so oft nachkommen und auch diesen Besuch ermöglicht haben!

Fotos made by Fenni

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