Gastbeitrag von Fenja Hardel. Weitere Bilder des Einrichtungswettbewerbs gibt es in Fenja Blog.

Die Wettbewerbsbedingungen
Der Megazoo in Hamburg-Bergedorf hatte gerade erst seine Pforten geöffnet, da wimmelte es im Geschäft schon von kleinen und großen Aquarianern – und denen, die sich einfach einmal am Einrichten eines Aquariums probieren wollten. Die Schildkröten nebenan blinzelten noch etwas ungläubig in den Tag hinein, während direkt neben ihnen insgesamt zwanzig mit Bodengrund und Wasser vorbereitete Becken für den Wettbewerb „Megazoo sucht den Aquastar” von den Teilnehmern begutachtet wurden.

Die Nanocubes für die Kleinen
Von Anfang an herrschte unter den zum Wettbewerb Angetretenen und dem Marktpersonal eine sehr freundliche und familiäre Atmosphäre. Marktleiter Jürgen erklärte zu Beginn noch einmal die Regeln: Binnen einer Stunde sollte jeder Teilnehmer ein Becken (Erwachsene: 80 x 35 x 40 cm, Kinder: 30 x 30 x 35 cm) nach seinen Vorstellungen einrichten. Hierzu stand jedem eine Styroporbox mit diversen Dennerle-Pflanzen und drei Tüten mit verschiedenen Gesteinensarten und einer Wurzel zur Verfügung. Darüber hinaus durften sich die Kleinen aus dem Aquarien-Deko-Sortiment des Marktes zwei Gegenstände aussuchen, die sie in ihr Konzept einbauen konnten. Werkzeuge wie Pinzetten wurden vom Markt gestellt.
Sehr großzügig bot das Versanstaltungsteam den Kindern und Erwachsenen Hilfe an: Alles, was fehlte wurde schnell herbeigeschafft und immer wurde unkompliziert mit angepackt, z.B. beim Entleeren und Befüllen der Aquarien mit Wasser. So konnte trotz kleinerer Premierenschwierigkeiten innerhalb kurzer Zeit eine sehr gute Ausgangslage für den Wettbewerb geschaffen werden. Gut bedacht durch das Megazoo-Team – der JBL Manado Bodengrund war schon vorgespült ins Becken eingebracht. Mit allen Wassern gewaschen und auf beiden Seiten vorbereitet, startete der Wettbewerb dann genau um 10.35 Uhr. Alle Teilnehmer begannen damit, sich als erstes einen Überblick über die zur Verfügung gestellten Materialien zu machen. Was passt besser: Pagodengestein oder Schieferplatte? Welche Planzen kommen an welcher Stelle besonders gut zur Geltung? So waren die ersten Arbeitsschritte der Teilnehmer der nun vorhandenen Vision des Layouts geschuldet. Während einige weniger Wasser brauchten, um besser arbeiten zu können, bewegten andere den kompletten Bodengrund zu einer Seite und wieder andere begannen sofort erste Pflanzen oder das Hardscape zu positionieren.
Besonders interessant zu beobachten waren die Umsetzungen der Kinder: Jedes Becken war auf seine Weise besonders. Überraschend gut gelang es ihnen den Mittelweg zwischen künstlichen und natürlichen Elementen zu finden. Manch einer brauchte zum Scapen zwar eine Kiste, um überhaupt von oben an das Aquarium zu gelangen, aber die Pinzette lag auch schon bei den den Kleinsten gut in der Hand. Intuitiv und kreativ gestalteten die 6-14jährigen schöne Unterwasserlandschaften.

Die Kleinen richteten ihre Aquarien schon sehr professionell ein.
Nach fast einer Stunde waren alle Aquarien fertig eingerichtet: Nun fehlte nur noch der Feinschliff. Eifrig wurden die Scheiben geputzt, Filter angeschlossen, Schwebstoffe abgekeschert und die Beleuchtung in Position gebracht. Anschließend räumten alle gemeinsam die Präsentationsfläche auf. Für die Teilnehmer hieß es jetzt Abwarten, denn nun war die Jury – bestehend aus den Megazoo-Mitarbeitern und Matthias Wiesensee von JBL – an der Reihe. Die Becken wurden genau unter die Lupe genommen, schließlich kommt es bei vielen guten Teilnehmern am Ende auf Kleinigkeiten an. Nach einer längeren Beratung der Jury konnten die Gewinner gekürt werden: Bei den Kindern waren der fünfte und vierte Platz jeweils doppelt belegt, was zeigt, wie eng das Rennen hier war. Die drei Bestpatzierten – unter denen auch ein Mädchen war, das bis zum Vormittag noch nichts mit der Aquaristik zu tun hatte – erhielten jeweils einen Einkaufsgutschein (10, 20 und 30 Euro) von Megazoo bzw. Toys’R'Us.
Bei den Erwachsenen stiegen Tobias Adler (3. Platz), Benjamin Hamann (2. Platz) und Jessica Runde als einzig teilnehmende Frau (1. Platz) auf das Siegertreppchen. Die Drei gewannen in dieser Vorrunde jeweils einen Megazoo-Einkaufsgutschein (25, 50 und 100 Euro) – die beiden Bestplatzierten qualifizierten sich außerdem für das Finale am 26. Novemeber im neu eröffneten Megazoo Hannover. Marktleiter Jürgen zeigte sich mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Wettbewerbs sehr zufrieden. Zwar sei ihm klar gewesen, dass bei einer solchen Premiere noch nicht alles perfekt laufen könne – daher wären konstruktive Verbesserungsvorschläge gern gesehen – dennoch freue er sich über einen tollen Vormittag, der auch ihm Spaß gemacht habe. Besonders gefallen habe ihm das Engagement der Kinder – es sei sehr wichtig gerade die Jüngsten an das Hobby Aquaristik heranzuführen. Mit Vorfreude blicke er auf das Event im kommenden Jahr.

Die drei Bestplatzierten, v.l. Benjamin Hamann (2. Platz), Jessica Runde (1. Platz), Tobias Adler (3. Platz)
In unseren Augen war „Megazoo sucht den Aquastar” eine rundum gelungene Veranstaltung: Sehr angenehm war die lockere Atmosphäre und der fast schon vertraute Umgang zwischen den Teilnehmern und dem Megazoo-Team. Die Wettbewerbsfläche bot den Aquascapern einerseits Ruhe, andererseits lag sie auch so zentral, dass andere Besucher das Event gut beobachten und die Aquarien bestaunen konnten. Der ein oder andere Kunde holte sich auf diese Weise sogar Inspriationen für zu Hause. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Ruheinsel in der Mitte des Marktes – umgeben von der Schildkrötenanlage und dem großen Südamerikabecken – auf der neben Sitzgelegenheiten auch Getränke und Snacks sowie Süßigkeiten für die großen und kleinen Teilnehmer angeboten wurden. Ebenso stach die Hilfsbereitschaft und das Engagement des Megazoo-Teams hervor. Die Sponsoren JBL und Dennerle stellten gutes Material in Form von Pflanzen, Aquarien und Technik zur Verfügung, das durch den Markt selbst noch sehr gut ergänzt wurde.
Schön war zu sehen, dass das Teilnehmerfeld der Kinder größer als das der Erwachsenen war, was man als ein gutes Zeichen für den Nachwuchs im Hobby deuten kann. Es wäre wünschenswert, wenn solche Events sich in Zukunft noch größerer Beliebtheit erfreuen würden, um mehr Menschen auf die Aquaristik aufmerksam machen zu können.
Impressionen von Bennis Aquascape

Die Becken sind eingerichtet: Wasser marsch.

Bennis Scape im Detail.

Becken von Benjamin Hamann, 2. Platz
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